Facebook eine Marke? Ein kleines Gedankenspiel an dessen Ende ein Kühlschrank steht

Studie: Facebook und Google gehören nicht zu den Lieblingsmarken der Deutschen [1]

Wer hätte das gedacht? Facebook und Google erfreuen sich zwar großer Nutzerzahlen, doch bei den deutschen Verbrauchern sind die beiden Marken nicht übermäßig beliebt. Laut einer Studie der GMK Markenberatung aus Köln haben die Deutschen kaum eine emotionale Bindung zu ihnen.

Warum auch bloß sollten die Verbraucher das? Facebook ist keine Marke. Facebook ist ein Kühlschrank. Müssen wir jetzt noch über emotionale Bindung sprechen? Alle nun aufgeschreckten BWL-Studenten und Marketing-Gurus bitte wieder hinsetzen und ruhig durchatmen. Ich spiele jetzt nicht das Spiel “Was ist eine Marke?”, sondern offenbare meine eigene grandiose Wahrnehmung von Facebook – und Google ist nicht eingeladen.

Facebook kann meinetwegen so viele Kriterien einer Marke erfüllen, wie es will, ist mir wumpe. Schnurz bleibt Schnurz. Neulich bei den Oscars…”Oh, Frau Roberts, was tragen Sie heute?” “Das ist das neue von Facebook”. Humbug! ( Anm. d. Red.: Ein auf lange Sicht geplanter und nun untergebrachter Reim)

Ich weiß übrigens selber, was ich geschrieben habe. Facebook als der führende Anbieter sozialer Plattformen bla bla bla und noch ein bla. Wenn Anbieter=Marke? Dann hab ich jetzt Dreck am Stecken. Was Sie sagen, kann und wird im Internet gegen Sie verwendet werden. Aber was kümmert mich mein Geschwätz vom letzten Blogpost. Es steht ja schließlich nicht auf immer und ewig und schwarz auf weiß im Internet. Aber nun endlich zurück zu dem was die ‘Herrschaft’ Facebook für mich ist. Facebook ist ein Kühlschrank.

Als es noch keinen Kühlschrank gab, hat man Lebensmittel anders aufbewahrt.

Als es noch kein Facebook gab, hat man Freundschaften anders aufbewahrt.

Kann ich den Menschen, die einen Kühlschrank haben, ihren Kühlschrank wegnehmen? Zeter und Mordio!

Kann ich den Menschen, die Facebook nutzen, ihren Account wegnehmen? Zeter und Mordio!

Man kann nicht vermissen, was man nicht kennt. Aber man kann vermissen, was man hat. Und oft merkt man erst, was man hat, wenn es nicht mehr da ist. Wie poetisch und doch wahr.

Ein Kühlschrank ist keine Marke. Facebook ist keine Marke. Ich habe keine emotionale Bindung zu meinem Kühlschrank. Ich habe keine emotionale Bindung zu Facebook. Aber wollt ihr mich in Embryonalstellung unter dem Küchentisch sehen? Dann nehmt mir beides weg.

Alternatives Ende:

Ich kaufe Konserven.

Ich schreibe eine SMS.

[1] http://www.lead-digital.de/start/social_media/studie_facebook_und_google_gehoeren_nicht_zu_den_lieblingsmarken_der_deutschen